Kleiderrebell-blog-fastfashion

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Fast Fashion: Immer schneller, immer günstiger – immer problematischer?

Wer heutzutage bei den bekannten Highstreet-Ketten einkauft, kann leicht in einen wahren Shopping-Rausch verfallen: T-Shirts für weniger als 5 Euro, Hosen für 10 oder Pullis für 15 Euro. Dazu treffen mehrmals in der Woche neue Produkte ein – Trends werden fast täglich ausgerufen und wecken das Bedürfnis nach noch mehr Konsum. Bis zu 12 Kollektionen im Jahr werfen einige Fast-Fashion-Retailer auf den Markt und auch die großen Modehäuser beteiligen sich immer mehr an diesem Überangebot – Cruise Collection und Co. sei Dank. Was heute in ist, will morgen niemand mehr haben. Auch wegen teilweise aggressiver Marketing-Strategien der Hersteller begegnet uns DAS eine Teil auf diversen Fashion-Blogs und Instagram-Accounts und zwar solange, bis es wirklich niemand mehr sehen kann. Alles schön und gut, man muss ja nicht mitmachen bei dem großen Mode-Ringelpiez. Doch die Probleme, die sich aus dieser Fast-Fashion-Mentalität ergeben, sollten uns eigentlich alle angehen.

Ausbeutung

Auch, wenn viele Textilunternehmen sich auf die Fahne geschrieben haben, darauf zu achten: Fakt ist, dass Kinderarbeit, Niedriglöhne und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen immer noch Standard in vielen, ausländischen Fabriken sind. Dies nachzuprüfen, erweist sich in einem undurchsichtigen Netz von Zulieferern, Bestechungsgeldern und vorher angekündigten Kontrollen als schwieriges Unterfangen.

Umweltschäden

Chemikalien wie Bleichmittel, Farbstoffe oder Ausrüstungssubstanzen landen teilweise immer noch kaum gefiltert in den Abwassersystemen. So gelangen sie in die Flüsse und Seen, was zu großen Problemen für Mensch und Umwelt führt.

Schäden für den Konsumenten

In Kleidung, die im Ausland hergestellt wird, können giftige Stoffe enthalten sein, die in Deutschland eigentlich erboten sind. In Kontakt mit unserer Haut können sie Allergien und andere Schäden hervorrufen. Formaldehyd wird zum Beispiel als Knitterschutz eingesetzt, beim Menschen kann die Chemikalie Kontaktallergien auslösen. Und auch Mittel gegen Pilzbefall werden zum Schutz der Kleidung auf den langen Transportwegen eingesetzt. Diese können das Nervensystem angreifen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Wertschätzung Adé

Vielleicht der kleinste und unwichtigste Posten auf dieser Liste: Aber wie soll man etwas wertschätzen, wenn der kleine Preis und die Austauschbarkeit das erworbene Teil schon im Moment des Kaufens degradieren? Klar, jeder freut sich über ein Schnäppchen, aber was ist mit der guten, alten Lieblingsjeans, die getragen wird, bis sie auseinanderfällt und jedes Loch und jede Abnutzung Erinnerungen birgt? Oder die Lederjacke, die mit jedem Tragen weicher wird und sich besser an die eigenen Körperformen anpasst? Und, warum der Stress, den wir verspüren, weil wir mehrmals in der Woche zu den üblich-verdächtigen Shops rennen, nur um ja kein Trend-Teil zu verpassen?

Slow Fashion

Dann vielleicht doch lieber mal den eigenen Konsum überdenken: Macht mich das Shopping noch glücklich und brauche ich wirklich so einen vollen Kleiderschrank? Vielleicht stattdessen mal wieder mehr Zeit in liebe Menschen oder ein Hobby investieren? Und falls es doch mal was Neues sein muss, schaut mal in unseren Shopping-Guide für Ecofair-Fashion oder unseren Secondhandshop-Guide. Und auch das bei Kleiderrebell erhältliche Label SHIPSHEIP setzt ganz auf Nachhaltigkeit und ökologisch-faire Kleidung. Denn Mode kann und sollte weder Umwelt noch Mensch schaden. Dann ist der Fun auch wieder zurück in der Fashion-Welt.

Wir freuen uns auf eure Kommentare und Gedanken zu diesem Thema!

 

Liebste Grüße

Julia // Kleiderrebell

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